Gottesdienst im Zelt

Kirmes? Dorffest? …? Weit gefehlt! Ein “ganz normaler” Sonntagsgottesdienst in unserer in Goumois (www.kanufreizeiten.de). Da es heute in Strömen regnete mussten wir unseren im Gemeinschaftszelt halten.

Wie üblich hatten fleißige Hände einen Altar aufgebaut, auf dem die wichtigsten Utensilien unserer Freizeit lagen (ein Kajak, Sportgeräte, aber auch selbst gebastelte Papierblumen, Steine, Federn usw.). Natürlich durfte ein nicht fehlen, dass aus den Resten einer gebrochenen Zeltstange gefertigt wurde.

Zunächst ließen wir uns durch einen Bibeltext daran erinnern, dass wir alle unsere Sorgen und Ängste anvertrauen dürfen. Ein Text aus der Bergpredigt Jesu wurde gelesen:
sagt: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen.”

Das Thema des Gottesdienstes war das Thema unserer ganzen Freizeit: “Spiel ohne Grenzen”. Es ging um das Überschreiten von Grenzen: In der Freizeit ganz konkret, die Grenzüberschreitung zwischen Frankreich und der Schweiz – da wir ja am Grenzfluss Doubs campieren. Aber auch die Erfahrungen, die viele in dieser Zeit machen, dass sie sportlich und auch sozial wesentlich mehr leisten können, als üblicherweise im Alltag. In diesem Sinne gehen sie über ihre Grenzen – im ganz positiven Sinn! Auch die Mitarbeiter merken oft während der zwei Wochen, dass sie an ihre körperlichen und psychischen Grenzen geraten. Aber gemeinsam sind wir stark und können es mit Gottes Hilfe überwinden.

Mit solchen Erfahrungen kann man auch fröhlich sein und feiern. Auch das gehört zu unserer Freizeit. Den Jugendlichen war sofort klar, dass “Spiel ohne Grenzen” mit und zu tun hat. Ein weiterer Bibeltext erinnerte uns daran, dass Gott sich freut, wenn es uns gut geht und wir uns freuen können:
”Geh hin und iss dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem Mut; denn dies dein Tun hat Gott schon längst gefallen. Genieße das Leben, solange du das eitle Leben hast, das dir Gott unter der Sonne gegeben hat; denn das ist dein Teil am Leben und bei deiner Mühe, mit der du dich mühst unter der Sonne.”

Das ist für viele Christen auch heute noch ein ungewohnter Gedanke: Essen und Trinken und das Leben genießen: das gefällt Gott! Diesen Gedanken finde ich immer wieder Mut machend und aufbauend. Gott will nicht nur bei uns sein, wenn es uns nicht gut geht oder etwas schief geht (obwohl der Text das auch andeutet: das eitle (vergängliche) Leben und die Mühe unter der Sonne). Natürlich tut er das auch. Aber ich möchte es gerne mit Bonhoeffer halten, der einmal gesagt hat: Nicht nur an den Rändern, sondern mitten im Leben sollen wir von Gott reden.

Wir haben in diesem Gottesdienst viele fröhliche Lieder gesungen und das Team und die Jugendlichen haben begeisternd und begeistert mitgesungen:
Aufsteh‘n, aufeinander zugeh’n
Dass du mich einstimmen lässt
Freude, die überfließt
Groß ist unser Gott

Nur das letzte Lied bewirkt vor allem bei einigen Mitarbeitern immer wieder, dass Tränen in die Augen steigen. Es ist für uns mit vielen schönen, aber auch schweren Erinnerungen verbunden:
Möge die Straße

Zum Schluss des Gottesdienstes gab es unsere übliche Gebetsrunde. Mit Steinen (für alles Schwere, Traurige, Angst machende) und Papierblumen und Federn (für alles Fröhliche und Gute), die auf den Altar gelegt werden, haben wir unsere Bitten und unseren Dank vor Gott gebracht. Dabei war vor allem die Bitte zu hören, dass Gott uns besseres Wetter schenkt.

Mit dem Segen wurde der Gottesdienst abgeschlossen.

Nur kurze Zeit nach dem Gottesdienst hörte der Regen auf und jetzt – während ich diese Zeilen schreibe – haben wir blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein! Dank sei Gott!

Einige Jugendliche haben gefragt, ob dies ein ökumenischer oder evangelischer Gottesdienst gewesen sei. Ich habe geantwortet: Es ist ein christlicher Gottesdienst! Was meinen Sie dazu?

Mit herzlichen Grüßen und bleiben Sie behütet!
Uwe Hermann, Pfr.

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Die Jugend von heute

Wie oft hört man diesen Satz: „Die Jugend von heute …“ Die drei Pünktchen am Schluss sind dann besonders wichtig. Meist verbergen sich dahinter unausgesprochen negative Beschreibungen. Vielleicht etwas in der Art: „… hat keinen Respekt mehr“ oder „… ist faul“ oder „… ist nichts mehr gewöhnt“.

Ich bin zurzeit mit 36 Jugendlichen und einem Team von Mitarbeitern auf einer in (www.kanufreizeiten.de). Da kann man so manches erleben. Durchaus auch in dem Sinne der Pünktchen, die ich gerade beschrieben habe.

Da kann man aber noch ganz anderes erleben. „Die Jugend von heute …“ Und dann bedeuten die drei Pünktchen vielleicht auch: „… kann auch ganz freundlich und hilfsbereit sein“ oder „… macht sich viele Gedanken über und die Welt“ oder „… sehnt sich nach Erwachsenen, die sie ernst nehmen“. Ich könnte noch viel mehr nennen.

Gestern haben wir uns mit ein paar Mitarbeitern über einen Teilnehmer unserer unterhalten, der uns etwas Sorgen macht. Dabei redete einer unserer Mitarbeiter aber immer wieder von den positiven Erfahrungen, die er in den letzten Tagen mit diesem Jugendlichen gemacht hat. Mir fiel auf, wie sehr dieser Mitarbeiter immer das Gute in einem Menschen sieht. Nicht naiv – die Schwierigkeiten blendet er nicht aus – aber er lässt sich nicht von den Problemen bestimmen.

Ist das nicht angewandter Glaube im ? Gott schaut uns Menschen alle mit Augen der Liebe an. Er übersieht dabei nicht, was wir alles falsch machen, aber er hält seine Arme immer für uns offen.

Ich glaube, das ist auch unsere Aufgabe als Christinnen und Christen: alle Menschen, denen wir begegnen, mit den Augen Gottes anschauen. Und das gilt auch und ganz besonders für unsere Jugend!

Wie sehen Sie die Jugend von heute?

Mit herzlichen Grüßen und bleiben Sie behütet!
Uwe Hermann, Pfr.

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Reformation heißt heute neu-machen.de

Die evangelische in Hessen und Nassau () hat ein neues Internetportal eingerichtet, dass Kirchengemeinden und aktive Christen auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 begleiten soll. Sie erreichen diese Site über http://www.neu-machen.de/.

Das neue Kommunikationskonzept der EKHN sieht vor, die Möglichkeiten der modernen Medien konsequenter zu nutzen. Deshalb ist diese Site auch mit sozialen Netzwerken wie facebook und twitter verbunden. Außerdem gibt es eine Zusammenarbeit mit der Site der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) http://www.geistreich.de/.

Noch ist nicht alles perfekt. Ich habe zum Beispiel in einem Leitartikel auf http://www.neu-machen.de/ haufenweise Fehler entdeckt. Da muss sicher noch etwas genauer gearbeitet werden. Außerdem merkt man, dass die Site noch neu ist und inhaltlich ausbaufähig ist (aber das ist mein Blog hier ja auch :-) ).

Ich freue mich aber sehr darüber, dass meine Kirche jetzt endlich auf dem Weg ist, die Möglichkeiten des Internets wirklich zu nutzen und ich wünsche diesen Bemühungen viel Erfolg und der neuen Site viele Nutzer.

Schauen Sie doch mal rein.

Mit herzlichen Grüßen und bleiben Sie behütet!
Uwe Hermann, Pfr.

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Wie sag ich’s meinem Pfarrer?

“Vielen Dank, Herr !” – So verabschieden sich viele Gottesdienstbesucher von mir. Mehr höre ich aber selten. Ganz selten sagt mir mal jemand, was jemand anderer gesagt hat – und das ist meistens Kritik. Noch viel, viel seltener gibt es mal was Positives zu hören.

Ich freue mich über jede Rückmeldung – zur Predigt, zu Hochzeiten oder anderen Amtshandlungen, zu meiner im Allgemeinen. Am meisten freue ich mich natürlich über das, was gefallen hat. Aber auch, wenn etwas nicht in Ordnung war, würde ich es gerne wissen. Nur so kann ich etwas besser machen.

Auf der Homepage der Evangelischen in Deutschland gab es kürzlich einen Artikel über dieses “Problem”. Hier der Link: http://www.ekd.de/presse/pm159_2011_feetback_gottesdienst.html

Und hier eine kurze Zusammenfassung des Artikels:

“Schäfchen beißt Hirte" überschrieb Spiegel online in der vergangenen Woche einen Artikel, in dem es um anonyme Bewertung von Gottesdiensten im ging.
Ob nun das “Hirtenbarometer", die Kolumne “Mein Kirchgang" der Zeitschrift “chrismon Plus" oder die Rubrik “Sonntags um Zehn" im Berliner Tagesspiegel — das Interesse an einer offenen Rückmeldekultur zum scheint zu wachsen.
Eine positive Entwicklung, findet Folkert Fendler, Leiter des EKD-Zentrums für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst in Hildesheim.
Aber nicht jede Form der Rückmeldung ist geeignet, die Qualität des Gottesdienstes zu fördern.
Das Hildesheimer Zentrum hat jetzt eine Broschüre veröffentlicht, die sich mit dem Thema “Rückmeldekultur" befasst.
Es habe lange Zeit eine Art “Schweigegebot" über die geistliche Qualität kirchlicher Angebote gegeben, stellt Fendler fest.
Als Hilfe für Gemeinden hat das von ihm geleitete Zentrum die Broschüre “Feedback — Hilfreich Rückmeldung geben zum Gottesdienst" zusammengestellt.

Die Broschüre kann auf der Seite downgeloadet werden.

Mit herzlichen Grüßen und bleiben Sie behütet!
Uwe Hermann, Pfr.

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Jugendfreizeit 2011 in Frankreich

Seit Sonntag sind wieder 36 von 11-16 Jahren mit den Teamern in Goumois in zur der evangelischen .

Es gab schon viel , sportliche Aktivitäten und Spiele. Viele Berichte und Bilder sind zu finden unter www.kanufreizeiten.de.

Mit herzlichen Grüßen und bleiben Sie behütet!
Uwe Hermann, Pfr.

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Gottesdienst in London 1

Während unseres Familienurlaubs in 2011 haben wir natürlich an den beiden Sonntagen auch Gottesdienste besucht. Wir suchten uns zwei Gottesdienste der anglikanischen aus, die unterschiedlicher nicht sein konnten.

Am ersten Sonntag waren wir Gäste der Holy Trinity Church: http://www.holy-trinity-greenwich-peninsula.org.uk/ in Greenwich.

Mit uns fünf feierten Reverend () Jeremy Fraser, die Küsterin, die Organistin und eine andere Teilnehmerin diesen Abendmahlgottesdienst. Jeremy bedankte sich bei uns dafür, dass wir die Teilnehmerzahl mehr als verdoppelt haben J.

Es war trotz der wenigen Teilnehmer ein wunderschöner . Da unsere evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die anglikanische Kirche Abendmahlsgemeinschaft praktizieren, konnten wir an der Abendmahlsfeier teilnehmen. Diese praktische Erfahrung der weltweiten der Christen war sehr beeindruckend. Obwohl wir mit uns fremden Menschen Gottesdienst feierten, war eine Verbundenheit des Glaubens zu spüren.

Etwas überrascht waren wir, als das erste Lied angestimmt wurde. Es war ein Kirchenlied, das auf die Melodie der deutschen Nationalhymne gesungen wurde. Pfarrer Jeremy erzählte uns nach dem Gottesdienst, dass das letzte Lied „God is our strength and refuge“ das Lied der RAF (Royal Air Force) sei. Ihm war diese Zusammenstellung etwas peinlich, aber – so sagte er – die Lieder habe ein anderer Pfarrer der ausgesucht.

Sehr schön, beinahe rührend war auch, dass im Fürbittengebet die fehlenden Gemeindemitglieder namentlich erwähnt wurden. Einer war im Urlaub, also wurde dafür gebetet, dass er eine schöne Zeit hat und gesund wieder heim kommt. Einer war krank, also wurde dafür gebetet, dass er wieder gesund wird. Außerdem wurde an viele andere Menschen gedacht, die sich im Gebetsbuch der Gemeinde eingetragen hatten.

Besonders passend war dies, da der Gottesdienst in einem Gebäude neben dem O2-Veranstaltungszentrum stattfand, das speziell für Gottesdienste und eingerichtet wurde, der so genannte Prayerspace (http://www.greenwich-peninsula-chaplaincy.org.uk/prayerspace.html).

In diesem Prayerspace finden regelmäßig Gottesdienste und Friedensgebete der anglikanischen Gemeinde, der United Reformed Church und einer Freikirche statt. Außerdem treffen sich freitags Muslime zum Freitagsgebet. Jeremy erzählte, dass die Christen nach dem Friedensgebet am Freitagmittag die Stühle zur Seite stellen und für die Muslime die Gebetsteppiche auslegen.

Mit herzlichen Grüßen und bleiben Sie behütet!
Uwe Hermann, Pfr.

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Man muss sich auch mal was gönnen :-)

Mal was ganz privates: Hier mein Wunschzettel von Amazon. Ich lasse mir gerne mal was schenken! :-)

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Ja, ja, das Orgelnachspiel

Auch in unserer immer wieder ein schöner Gesprächsstoff. Darf man schon rausgehen, während die noch spielt? Muss man den Kindern den Mund verbieten?

Ernsthaft: Vielleicht tut es dem Organisten, der Organistin gut, wenn noch einige aufmerksam zuhören und wertschätzen, welche Mühe er, sie sich gemacht hat.

Spaßig: Ein schönes Webfundstück: http://www.evangelisch.de/themen/blogs/stilvoll-glauben/2011/07/02/f%C3%BCnf-profitipps-die-man-w%C3%A4hrend-des-orgelnachspiels-unterla

Mit herzlichen Grüßen und bleiben Sie behütet!
Uwe Hermann, Pfr.

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Time out! – Auszeit!

Endlich ! So geht es jetzt in der Ferienzeit vielen von uns. Eine vom – aber nach zwei Wochen (mehr oder weniger) geht der Stress wieder von vorne los.

Mal eine richtige Auszeit nehmen, das wäre doch was anderes. Zugegeben, in den meisten Berufen und Lebenssituationen ist das nicht so einfach. Es muss ja Geld für den Lebensunterhalt reinkommen, die Familie fordert ihr Recht …

Aber darf man nicht mal träumen?

Es gibt ja auch Menschen, die es einfach tun. Die sich ihre Auszeit einfach genommen haben. Heute habe ich in einem Newsletter folgenden Artikel auf www.zeitblueten.com gefunden: http://www.zeitblueten.com/2557/sabbatical/

Na gut, bleiben wir mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen: So einfach ist das wohl für die meisten von uns nicht.

Aber man darf doch mal träumen – oder?

Mit herzlichen Grüßen und bleiben Sie behütet!
Uwe Hermann, Pfr.

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Kirche in Rennerod: eine tolle Website der ev. Kirche

Eine meiner Lieblingsseiten im :

www.kirche-rennerod.de

Schauen Sie doch mal vorbei!

Mit herzlichen Grüßen und bleiben Sie behütet!
Uwe Hermann, Pfr.

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