Weg damit! 6

Verpackungen – die Zweite: Diesmal geht es aber nicht um Geschenkverpackungen, sondern um die Post! Ich habe mal einen ganzen Unterschrank für Pakete, Briefumschläge etc. vorgehalten. Die meisten setzten ziemlich Staub an. Das ist ein für alle Mal vorbei!
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Weg damit! 5

Geschenke sind eine tolle Sache, wenn sie dann auch noch gut schmecken ist es noch besser :-) . Aber was macht man mit den aufwändigen Verpackungen? Zum Wegwerfen eigentlich zu schade. Also habe ich diese Weinkiste ein Jahr lang in der Ecke stehen gelassen. Jetzt wirds Zeit – sie wird einfach – natürlich mit neuem Inhalt – weiterverschenkt.
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Weg damit! 4

Zum Frisör gehen ist für mich ungefähr so, wie ein Zahnarztbesuch. Deshalb schneide ich mir die Haare selbst. Inzwischen habe ich einen richtig guten Langhaarschneider. Der alte Billig-Schneider, der eigentlich vor allem Schmerzen verursachte, hat ausgedient. Also !

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Weg damit! 3

Vor Jahren habe ich einen schönen und gemütlichen Ledersessel mit Fußhocker von meiner Familie geschenkt bekommen. Damit man diesen Sessel auch auf hartem Boden gut aufstellen kann, gab es einen Gummiring für den Sessel und den Hocker.

Da der Sessel bei mir aber auf Teppich steht sind diese Ringe nicht nur unnötig, sondern beim Verschieben sogar hinderlich. Deshalb liegen sie seitdem unter dem Sessel.

Wohin damit? Nicht nur unnütz, sondern auch noch unschön!

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Weg damit! 2

Normalerweise sammle ich Zeitungsausschnitte über wichtige Ereignisse in unserer Umgebung und natürlich in unserer . Auch zur Fortführung der kirchlichen Chronik ist das durchaus sinnvoll. Ich werde es auch weiterhin tun.

wegdamit2Allerdings schaffe ich es nicht jeden Tag die Zeitung komplett durch zu sehen. Manchmal bleibt dann zumindest der Lokalteil liegen. Irgendwann ist es aber einfach zu viel. Also: !

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Weg damit!

Haben wir nicht alle viel zu viel “Zeugs”? Können wir mit weniger Dingen um uns leben?

Angeregt durch einen Artikel des Internetblogs imgriff.com möchte ich in nächster Zeit einiges ausmisten. Ein für alle mal aufräumen und wegwerfen oder weggeben, was man nicht mehr braucht – das gelingt wohl nicht. Aber jeden Tag ein Teil zu entfernen – das wird wohl möglich sein. So hoffe ich zumindest. Ich will es versuchen.

Hier das erste Teil vom 01.02.2011: Ein Keramikkrug und zwei Becher, die ich bei einer Verlosung gewonnen habe. Nachdem sie nun seit ewigen Zeiten von einer Ecke in die andere gewandert sind, werden sie nun entsorgt.

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Ich werde in nächster Zeit darüber berichten, wie es weiter geht :-) .

Mit herzlichen Grüßen und bleiben Sie behütet
Uwe Hermann, Pfr.

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Alles neu im Jahr 2011

Jetzt schreibe ich vom Smartphone. Ich hoffe, dann kommen demnächst öfters Posts. Viel Spaß dabei!

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Pfarrerkabarett in Rennerod

Am 18.02.2009 war das Erste Allgemeine (!)Kabarett in der Evangelischen in .

Pfarrer, die Kabarett machen, passt das überhaupt zusammen? Können Pfarrer überhaupt lustig sein? Es scheint zu funktionieren, die Leute lachen, klopfen sich auf die Schenkel und sagen: “Also, das hätte ich wirklich nicht gedacht, dass die so witzig sind.” Über 750-mal standen Hans-Joachim Greifenstein und Clajo Herrmann inzwischen auf kleinen und großen Bühnen, in Gemeindehäusern, ehrwürdigen Kirchen und auf Kabarett-Bühnen. Weit über 150.000 Menschen haben inzwischen zugeschaut. In der Karnevalszeit können jetzt in Rennerod noch etliche Zuschauer hinzukommen.

Warum Hans-Joachim Greifenstein zur Lage des Protestantismus 95 Lieblingssätze bei der Supermarktkette Aldi an die Ladentür heften will, und wer wissen möchte, warum jede Religion ihren „spirituellen Kollateralschaden hat“, wer der Oswald Kolle des Protestantismus ist und was die Schweizergarde mit Faschingsprinzen zu tun hat, sollte den Auftritt des „Ersten Allgemeinen Babenhäuser Pfarrer(!)-Kabaretts“ in Rennerod nicht verpassen.

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Geschäfte in Limburg öffnen in der Nacht auf Karfreitag

Um es gleich zu Beginn ganz deutlich zu sagen: Ich bin auch gegen die am Abend.

Trotzdem gefällt es mir nicht, wie alle auf den Geschäftsleuten herum hacken. Wenn niemand in die Geschäfte geht, dann wird es eine solche Aktion nie wieder geben. Es lohnt sich ja nur, wenn wir das Angebot annehmen. Die eigentliche Verantwortung liegt bei einem jeden und einer jeden von uns.

Haben wir Christen nicht seit Jahrzehnten unsere Feiertage selbst demontiert? Warum konnte denn der Buß- und Bettag einfach so abgeschafft werden? Weil keiner mehr wusste (oder wissen wollte) warum er eigentlich gefeiert wurde. Als Pfarrer habe ich regelmäßig in der Grundschule zu erteilen. In den letzten Jahren bin ich mehr und mehr dazu übergegangen, den Kindern christliches Grundwissen zu vermitteln. Vor allem ist auffällig, dass die Schüler nicht mehr wissen, was die Bedeutung der christlichen Feiertage ist. Das wird offensichtlich in den Familien kaum noch vermittelt.
Es gab in den letzten Jahren eine Menge Umfragen zu diesem Thema (Beispiele: http://kirchensite.de/index.php?myELEMENT=124913). Zum Beispiel weiß etwa die Hälfte der Deutschen nicht, warum Ostern gefeiert wird. Selbst die Bedeutung des am meisten gefeierten christlichen Festes, Weihnachten, ist vielen Menschen nicht mehr bekannt.

Also, schimpfen wir nicht auf die Geschäftsleute, sondern fassen uns an die eigene Nase.Feiern wir die Feste in der Familie. Reden wir mit unseren Kindern über die Bedeutung. Vielleicht geht ja auch der eine oder die andere mal an den Feiertagen in den Gottesdienst. Sagen wir unseren Politikern, dass sie Gesetze mit Rücksicht auf unsere religiösen Gefühle machen sollen. Und es gibt noch viel mehr, was wir tun können. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten. Auch gemeinsam mit den Geschäftsleuten. Ein Glück, dass das hier bei uns in noch ganz gut funktioniert. Dafür auch an die hiesige Geschäftswelt ein herzliches Dankeschön.

Mit herzlichen Grüßen und bleiben Sie behütet
Uwe Hermann, Pfr.

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Predigt Judika 2008 zu Hebräer 13, 12-14

Predigttext 13,12-14
Darum hat auch , damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Liebe !
"So lasst uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager." So fordert uns dieser Text auf. Beim ersten Lesen habe ich daraus gehört: Mach dich auf aus deinem bequemen Sessel, aus deinem Haus. Mach dich auf den Weg. Als Christ musst du unterwegs sein.
Aber das muss uns doch nicht gesagt werden. So viele Menschen sind heute unterwegs in unserer mobilen Welt. Wir brauchen uns nur hier in umzusehen: Da sind die Aussiedler, die sich aus dem Land in dem sie bisher wohnten, aufgemacht haben, unterwegs zu einem neuen Zuhause. Da sind die Flüchtlinge und Asylbewerber. Und wie viele von Euch und Ihnen sind tagtäglich unterwegs, als Pendler zur oder Ihr Konfis zur Schule?
Und dennoch sagt uns dieser Text: "Macht euch auf den Weg!" Ja, wohin denn? Wo ist denn unser Platz als Christen und Christinnen?

Da mag die eine oder der andere antworten: Ist doch klar! Mein Platz ist im Gottesdienst. Da, wo die Gemeinde sich trifft, da gehöre ich hin. der Heiligen, das bekennen wir doch im Glaubensbekenntnis. Und als Christen sollen wir doch Gott loben und auf sein Wort hören. Ja genau, das alles geschieht im Gottesdienst. Und dann gehe ich nach Hause, hoffentlich in dem guten Gefühl: Das war heute ein schöner Gottesdienst. Toll, aber in meinem bin ich doch auch noch Christ. Es kann leicht geschehen, dass der Gottesdienst nur ein stilles Rückzugsgebiet aus dem ist, ein Lager, wie der sagen würde, in dem ich mich sicher und geborgen fühlen kann. Im Alltag aber gelten dann andere Gesetze.

Das ist genau der Punkt, an dem andere ansetzen würden, die sagen: Gottesdienst hin, Gottesdienst her, alles schön und gut, aber mein eigentlicher Platz als Christin und Christ ist doch die Welt. Ich kann mich doch nicht zurückziehen aus meinen Aufgaben, aus meiner Familie, meinem Beruf und die Schule kann ich auch nicht einfach hinschmeißen. Es gibt doch auch Menschen, für die ich da bin. Und Jesus hat doch auch gesagt, dass wir unseren Nächsten lieben sollen.
Alles richtig, aber wenn wir nicht aufpassen, führt das leicht zu einer Überforderung. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen, also muss ich Früchte des Glaubens produzieren. Wenn das mal nicht gelingt, dann muss ich mich fragen, ob ich überhaupt noch Christ bin.

Liebe Gemeinde! Wo ist denn nun der Platz eines Christen, einer Christin? Im Gottesdienst, in der Welt oder noch ganz wo anders? Unser Predigttext gibt seine Antwort, die ich so formulieren möchte: Unser Platz ist in der Jesu mitten in der Welt und mit dem Wissen um Gottes Zukunft. Dem möchte ich anhand der drei Verse aus dem Hebräerbrief nachdenken.

Der erste Vers der Predigttextes: Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. Unser Platz ist in der Nachfolge Jesu. Nachfolge ist Bindung an die Person Jesu Christi. Deshalb nennen wir uns auch Christinnen und Christen. Deshalb feiern wir auch und Ostern. Und deshalb feiern wir auch Gottesdienste.

Draußen vor dem Tor hat Jesus gelitten und ist er am Kreuz gestorben. Das war nicht nur ein tragisches Schicksal. Das war nicht nur ein Toter unter Millionen. Nein, für uns ist das geschehen. Mögen wir das heute noch gerne hören? Ich gebe zu, mir fällt das schwer. Ist damit doch etwas gesagt über mich und mein Verhältnis zu Gott. Mit diesem für uns, für mich ist etwas gesagt über meine Schuld gegenüber Gott und gegenüber Menschen. Es ist damit auch etwas gesagt über meine Schwächen. Ich bin eben nicht der tolle Kerl, dem alles gelingt, der alles wegsteckt. Ich bin auch verletzbar und ich kann versagen.

Dafür ist Jesus ans Kreuz gegangen und Gott hat dazu sein Ja gesagt. Und das heißt doch: Gott hat in Jesus Ja zu mir, zu uns gesagt, trotz alledem und alledem. Und weil das gilt ist Nachfolge Bindung an Jesus. Darum hat es sein gutes Recht, die Verbindung mit Gott, mit Jesus im Gottesdienst zu suchen, im Gebet und Loben und im Hören auf Gottes Wort.

Weil Jesus für uns gelitten hat "draußen vor dem Tor", mitten in der Welt, darum sagt uns der zweite Vers: Das ist auch euer Platz. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen. Ihr sollt als Christinnen und Christen mitten in der Welt leben. Aber eben nicht mit faulen Kompromissen, nicht indem wir uns in der Welt einrichten und es uns bequem machen. Aber auch nicht indem wir versuchen ein anspruchsvolles Gesetz christlicher Lebensführung zu erfüllen.

Was heißt denn Nachfolge mitten in der Welt konkret? Das heißt zuerst die Bindung an Jesus Christus. Das gilt für uns alle. Alles weitere aber kann für verschiedene Menschen verschieden aussehen.
Nachfolge kann heißen: Nimm alles was du hast und gib es den Armen. Diese durchaus ernste Mahnung kommt für uns heute meist gar nicht mehr in den Blick. Aber es gibt auch heute noch Menschen, die diesem Wort Jesu wörtlich folgen.

Nachfolge kann auch heißen: Du kannst reich sein, aber gehe recht damit um. Bedenke, dass es nur geschenkt ist. Habe, als hättest du nicht. Wie jede und jeder von uns mit dem Reichtum an Geld und Gut umzugehen hat, das kann ich nicht allgemeingültig sagen. Aber es wäre vielleicht einmal ein guter Schritt, darüber nachzudenken. Und zwar im Blick darauf wie ich eben als Christ in der Nachfolge mit meinem Besitz umgehe.

Der letzte Vers des Predigttextes: Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Viele werden bei diesem Vers an eine Beerdigung denken. Ein beliebter Beerdigungsspruch. Man könnte meinen, hier würde wieder alles auf den Kopf gestellt, was ich bisher gesagt habe. In dem Sinne: also ist der Platz der Christinnen und Christen doch nicht mitten in der Welt, sondern in der zukünftigen Stadt.

Ja, aber der Weg dahin führt mitten durch unser Leben. Aber Nachfolge bedeutet auch, dass nicht der Weg das Ziel ist. Nein, das Ziel liegt vor uns. Dieses Ziel hat Gott uns gesteckt. Wir dürfen wissen, wofür wir leben. Mitten im Leben, mit seinen Höhen und Tiefen, auch im Leid, können wir wissen: Gott hat immer noch eine Zukunft, auch für uns.

Der Platz für eine Christin, einen Christen ist also im Gottesdienst und mitten in der Welt. Unser ganzes Leben ist gemeint, aber eben in der Nachfolge Jesu. Gott geht mit uns auf diesem Weg zu dem Ziel, das er uns gesteckt hat. Diese Erfahrung haben auch die beiden Mönche gemacht, von denen ich zum Schluss erzählen möchte. Sie haben sich auf den Weg gemacht und das war gut und richtig für sie, aber am Ende machen sie eine erstaunliche Entdeckung.

Es waren einmal zwei Mönche, die lasen miteinander in einem alten Buch, am Ende der Welt gäbe es einen Ort, an dem Himmel und Erde sich berührten. Sie beschlossen, diesen Ort zu suchen und nicht umzukehren, ehe sie ihn gefunden hätten. Sie durchwanderten die Welt, bestanden unzählige Gefahren, erlitten alle Entbehrungen, die eine Wanderung durch die ganze Welt fordert, und alle Versuchungen, die einen Menschen von seinem Ziel abbringen können. Eine Tür sei dort, so hatten sie gelesen. Man brauche nur anzuklopfen und sei am Ziel. Schließlich fanden sie, was sie suchten. Sie klopften an die Tür, bebenden Herzens sahen sie, wie sie sich öffnete. Und als sie eintraten, standen sie zu Hause in ihrer Klosterzelle und sahen sich gegenseitig an. Da begriffen sie: Der Ort, an dem Himmel und Erde sich berühren, der Platz, an dem sie ihre Aufgabe als Christen zu tun haben, befindet sich auf der Erde, an der Stelle, die Gott uns zugewiesen hat.

Uwe Hermann, Pfr.

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